„Für Frauen, die es erreicht haben, dem gewaltbereiten Familienleben den Rücken zu kehren, bieten sich im kunsttherapeutischen Kontext vor allem ressourcenorientierte Arbeit, sowie Imagina-tionsübungen an.

Kernpunkt ist die Frage: Was kann ich tun, damit es mir besser geht und wer hilft mir dabei?

Foto zu Kreativität im FH 300x226

Eine Ressource ist aufbauend und Energie spendend. Die Imaginationsübungen hingegen ermöglichen es einem, sich einen imaginären Zufluchtsort des Wohlgefühls zu erschaffen.

Mit Achtsamkeitsübungen zu Beginn werden die Klienten auf die kunsttherapeutischen Prozesse eingestimmt. Für einen Aufbau einer therapeutischen Beziehung ergeben sich durch den recht kurzen Aufenthalt der Frauen in der Einrichtung leider weniger Möglichkeiten.

Da die meisten Frauen mit ihren Kindern zusammen im Frauenhaus leben, ist ein gemeinsames Angebot für beide sinnvoll. Diese Rahmenbedingung führt jedoch dazu, dass es aus Rücksicht auf die Kinder an Tiefe fehlt.

Aufgewogen wird dies jedoch durch das gemeinsame Empfinden positiver Erlebnisse von Mutter und Kindern durch die spielerische Beschäftigung mit den gegebenen Aufgaben und den vorhandenen Materialien.“

(Marie-Luise Wankmüller angehende Kunsttherapeutin)

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